Frappe und Zigarette zum Früstück? Nur ein Mythos

Ist es nur ein Mythos, dass das griechische Frühstück aus Frappé und einer Zigarette zur morgendlichen Zeitung besteht?

Ja… und nein.
Obwohl die mediterrane Ernährung von Experten angepriesen wird, scheint es so als würde es für die modernen Griechen keinen Zwischenweg geben, man lässt sich Zeit im Café nebenan, oder man eilt umher.
Diese zwei Varianten, die beide gleichermaßen mit einem Frappé begleitet werden, schauen wir uns mal genauer an.

Koulouri Thessalonikis

Nicht etwa Joghurt mit Honig, sondern Koulouri, der gebackene Sesamring, scheint das Lieblingsfrühstück (oder Mittag- oder Abendessen) der Griechen zu sein.
An vielen Ecken der Innenstadt stehen morgens die Bäcker mit ihrem Wagen und verteilen diese. Im Gegensatz zu den hierzulande häufigen türkischen Simit, sind die aus Thessaloniki dünn und kross und nichtsdestotrotz, luftig und sanft in der Mitte. Sie können herzhaft und süß genossen werden, oder wie viele es bevorzugen, schnell und bequem auf der Hand.

Aber woher der Name?
Früher, im Byzantinischen Reich, haben die Verkäufer die Sesamringe schon “Thessaloniki Koulouri” genannt, weil sie vor allem mit der Stadt und Konstantinopel und… Thessaloniki in Verbindung standen.

Mpougatsa

Noch ein weiteres Frühstück, dass vor allem in Thessaloniki sehr beliebt ist, ist Mpougatsa. Phyllo-Teig gefüllt mit Vanillecreme oder Fetakäse ist besonders beliebt, obwohl die traditionelle Mpougatsa ursprünglich keine Füllung hat, sondern nur aus Blätterteig, sowie der Zucker-Zimt Mischung obendrauf besteht und noch an manchen Ecken in Thessaloniki so verkauft wird.

Wie viele Gerichte, war Mpougatsa früher ein Gericht des armen Volkes und der Name des beliebten Frühstücks, kommt vom türkischen Wort Pogatsa, was für Teig steht.
1922 brachten die Flüchtlinge das Gericht nach Griechenland und es war schnell beliebt

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Ob zum Kaffee oder einem kalten Kakao, viele würden sagen, dass die beste Art sie zu essen halb Feta, halb Vanille ist, aber es gibt auch viele weitere Variationen wie Hackfleisch oder Spinat.
Vor allem die süße Variante wurde schnell bei Jung und Alt beliebt, als sie von den Flüchtlingen aus Serres unters Volk gebracht wurde.

So beliebt unsere zwei Klassiker auch sind, bevorzugen viele Griechen heutzutage eine Schüssel Cornflakes zu ihrem morgendlichen Kaffee auf dem Balkon.

Aber was ist mit euch?

Ist es die Innenstadt von Thessaloniki mit Koulouri, Frappé und einem Bummel durch die Läden die euch anspricht?
Oder ein Kaffee, ein kalter Kakao und eine Mpougatsa in einem Café, wo euch der Bäcker beim Eintreten anlächelt während er mit dem Theio (Onkel), der noch langsam an seinem Espresso nippt an?

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