Die griechische Revolution

Die griechische Revolution, auch griechischer Aufstand oder griechischer Unabhängigkeitskrieg genannt, erklärt den Kampf der Griechen gegen die Herrschaft des Osmanischen Reiches und die unabhängige griechische Republik.

 

Unter osmanischer Herrschaft

Die türkische Herrschaft brachte für die Griechen harte Konsequenzen mit sich. Denn die griechischen Christen wurden durch das osmanische Steuersystem stark benachteiligt. Dieses begünstigte nur Muslime. Um den ungnädigen Steuereintreibern zu entkommen, flohen viele Christen in entlegene Bergdörfer. Dort lebten sie abgeschieden und in ärmlichen Verhältnissen.

Geheime Schulen

Die orthodoxe Kirche wurde aber nicht völlig verboten. Kloster und Kirchen dienten dazu, die eigene Religion und griechische Traditionen zu bewahren. Auch wurden geheime Schulen gegründet. In unterirdischen Höhlen wurde Kindern nachts die griechische Sprache beigebracht. Das war eigentlich verboten. Denn die Osmanen wollten, dass alle Kinder und Erwachsene ausschließlich Türkisch sprechen und schreiben.

Ελευθερία ή θάνατος

Eleftheria i thanatos ist das Motto Griechenlands. Es entstand in den griechischen Widerstandsliedern, die starke Motivationsfaktoren für die Unabhängigkeit waren. Es wurde 1814 von der Filiki Eteria übernommen, einer geheimen Organisation, die speziell für den Sturz der osmanischen Herrschaft gegründet wurde.

Das Motto und die griechische Flagge

Erste Schritte in die Unabhängigkeit

Schon im Jahre 1769 gab es erste Aufstände gegen die Osmanen. Diese wurden jedoch blutig niedergeschlagen. Die unterdrückten Griechen waren militärisch viel zu schwach, um sich gegen das mächtige, osmanische Reich zu behaupten.

Trotzdem bildete sich in den darauffolgenden Jahren ein griechischer Geheimbund. Dieser arbeitete über mehrere Jahre hinweg einen Schlachtplan aus, um Griechenland zu befreien. Als die Befreiungspläne fertig waren, versammelten sich die Aufständischen am 25. März 1821 in dem Kloster Agia Lavra und schworen sich, ihre Unabhängigkeit auf Freiheit oder Tod zurückzukämpfen.

Der Beginn des griechischen Freiheitskampfes

Der Anfang der Revolution war ein voller Erfolg für die Griechen. Türkische Städte wurden eingenommen und die dort lebenden Muslimen vertrieben. Doch dann geriet der Kampf ins Stocken. Denn die griechischen Truppen waren nach wie vor keine starke Armee.

Die Freiheitskämpfer waren größtenteils Bauern und Studenten. Hinzu kam, dass die Großmächte Russland, England und Frankreich auch mitmischten. Es gab zwar in diesen Ländern Bewegungen, die die Griechen unterstützten. Aber die drei Länder verfolgten auch eigene, politische Interessen. Deshalb wollte anfangs keine Großmacht die Truppen des Handelspartners Türkei vorschnell vernichten. Somit zog sich der griechische Freiheitskampf über fast neun Jahre hin.

Das Ende der Revolution

Zu einem Ende der Ausschreitungen kam es erst als Ägypten, unter der Führung Mehmet Alis, den Türken zur Hilfe kam. Die europäischen Großmächte konnten nicht zulassen, dass Mehmet Ali die Vorherrschaft über Ägypten und Griechenland innehat. Im Oktober 1827 kam es schließlich zur Seeschlacht von Navarino.

Ein Großteil der türkischen Flotte wurde mithilfe der drei europäischen Verbündeten zerstört. Im Anschluss marschierten russische Truppen in das Osmanische Reich ein. Sie zwangen den türkischen Sultan zur Kapitulation. Damit war der griechische Befreiungskampf erfolgreich beendet.

Die wieder gewonnene Freiheit

Fortschritt, Aufklärung und der Wille des Volkes waren die Leitgedanken der griechischen Revolution. Doch was nach der Befreiung Griechenlands mit dem Land geschehen sollte, lag nicht in der Hand der griechischen Freiheitskämpfer. Die drei Großmächte einigten sich im Jahr 1830 auf die Errichtung eines kleinen, unabhängigen, griechischen Königreichs. Doch wer sollte der neue König Griechenlands werden?

Ζήτω η 25η Μαρτίου
Es lebe der 25. März

Ein deutscher Prinz wird König von Griechenland

Die Wahl der Großmächte fiel auf den erst 16- jährigen Prinzen Otto von Bayern. Dieser reiste mit zahlreichen deutschen Beamten nach Griechenland. Diese sollten Otto bis zu seiner Volljährigkeit in seinen Regierungsaufgaben unterstützen. Aber auch viele deutsche Handwerker und Akademiker wollten ihr Glück in Griechenland versuchen. Doch der Ansturm der fremden Deutschen auf die griechische Politik und Wirtschaft wurde von den Griechen nicht gerne gesehen.

Das Scheitern des deutschen Königs

Nach einigen Jahren unter König Ottos Regentschaft hatte die griechische Bevölkerung wieder das Gefühl, unter einer Fremdherrschaft zu leben. 1862 kam es deshalb zu einem heftigen Aufstand in Athen. König Otto sah sich gezwungen, seine Krone niederzulegen. Er floh zurück nach Bayern. Dort pflegte er bis an sein Lebensende die griechische Sprache und Gepflogenheiten. Denn er hatte die Griechen trotz allem in sein Herz geschlossen. Sein Nachfolger war der britische König Georg. Unter ihm konnte Griechenland sein Staatsgebiet weiter ausbauen und wurde bis 1923 zu dem Staat, wie wir ihn heute kennen.

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Nimm Platz und genieße unseren täglichen Griechenland Content. Ende 2018 das Projekt DIEGRIECHEN mit der Idee, alle Griechen und Griechenland-Liebhaber im deutschsprachigen Raum zusammenzubringen. Ähnlich wie an einem späten Nachmittag in einer griechischen Kafeteria bei einem eiskalten Frappé am Strand, laden wir hier zum gegenseitigen Austausch ein.

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